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Die Relevanz des Themenkomplexes Exklusion und Gewalt im urbanen Bereich beschränkt sich nicht allein auf Frankreich die Erforschung der Ursachen und Kontexte beschäftigt Wissenschafter auf internationaler Ebene. Die Autorin diskutiert theoretische Fragen der Gerechtigkeit am konkreten Beispiel des französischen Staates und seines Umgangs mit sozialen Revolten und Diskriminierung. Die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien werden mit philosophischen Gerechtigkeitsdiskursen konfrontiert, wobei vor allem die Staatstheoretiker Rousseau, Tocqueville und Rawls zu Wort kommen. Gerechtigkeit wird im Zusammenhang mit dem in der französischen Verfassung verankerten Versprechen der Freiheit und Gleichheit sowie dem Rawlschen Prinzip der Selbstachtung analysiert. Die Darstellung der Entwicklung des unitaristischen und universalistischen Staates mit seinen Konfliktlinien, Krisen und Zäsuren bis zum November 2005 zeigt den jahrhundertealten Kampf zwischen sozialen und politischen Kräften um Gleichheit und Differenz, um zu dem Schluss zu kommen, dass formale Gerechtigkeit allein nicht in der Lage ist, die versprochene Chancengleichheit für alle Bürger des Staates zu gewährleisten.
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