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Mit dem Hexenhammer liegt einer der berüchtigtsten Texte der europäischen Hexenverfolgung vor - wirkungsmächtig, verstörend und bis heute erschreckend.
Heinrich Kramer entwirft darin ein geschlossenes Weltbild, in dem Hexerei, Teufelspakt, sexuelle Obsessionen und angebliche weibliche Verderbtheit zu einem System der Verfolgung verschmelzen.
So wird dieses Werk zu einem erschütternden Zeugnis dafür, wie religiöser Fanatismus, Frauenfeindlichkeit und vermeintliche Gelehrsamkeit in tödliche Praxis umschlagen konnten.
Auswahl aus dem Inhalt: Ob durch Incubi und Succubi Menschen gezeugt werden können | Ob die Hexen die Zeugungskraft oder den Liebesgenuss verhindern können, welche Hexerei in der Bulle enthalten ist | Ob die Hexen durch gauklerische Vorspiegelung die männlichen Glieder behexen, so dass sie gleichsam gänzlich aus den Körpern herausgerissen sind | Ob sich die Hexen mit den Menschen zu schaffen machen, indem sie sich durch Gaukelkunst in Tiergestalten verwandeln | Dass die Hexen-Hebammen die Empfängnis im Mutterleibe auf verschiedene Weisen verhindern, auch Fehlgeburten bewirken, und, wenn sie es nicht tun, die Neugeborenen den Dämonen opfern | Über die Art, wie sie sich den Incubi unterwerfen | Über die Art, wie sie die männlichen Glieder wegzuhexen pflegen | Über die Art, wie die Dämonen bisweilen durch Hexenkünste die Menschen leibhaftig besitzen | Über die Art, wie die Hexenhebammen noch größere Schädigungen antun, indem sie die Kinder entweder töten oder sie den Dämonen weihen | Über die Art, die Angezeigte zu den peinlichen Fragen zu verurteilen, und wie sie am ersten Tage peinlich zu verhören sei, und ob man ihr die Erhaltung des Lebens versprechen könne.
Heinrich Kramer (Henricus Institoris), Jakob Sprenger.
Der Hexenhammer.
Malleus Maleficarum.
Ins Deutsche übertragen und eingeleitet von Johann Wilhelm Richard Schmidt.
Erstdruck des Originals in lateinischer Sprache: Peter Drach, Speyer, 1486.
Erstdruck der Übersetzung von J. W. R. Schmidt: Herm
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