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Die Literatur der Wiener Moderne bildet einen wichtigen Baustein der Literaturgeschichte. Es ist ein Topos der Forschung, daß sie sich in produktiver und vor allem affirmativer Auseinandersetzung mit der französischen Literatur des Ästhetizismus konstituierte. Diese komparatistische Studie zeigt zum einen, wie der Kulturkontakt mit Frankreich von der zeitgenössischen Kritik auf diese Weise erschrieben wurde, zum anderen, daß er sich widersprüchlich und reibungsvoll vollzog. In Texten von u. a. Karl Kraus, Maximilian Harden, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, den Brüdern Goncourt, Maurice Barrčs und Paul Bourget geht sie dieser Auseinandersetzung nach. Es erweist sich, daß es gerade die Auflösung oder Mißachtung des klassischen Formdenkens ist, gegen das prominente Autoren Wiens Position beziehen. Aus ästhetischer und anthropologischer Perspektivierung weicht das Paradigma ,Form ohne Inhalt' demjenigen der ,inneren Form'.
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