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Wind über den Mearns, Hecken in Welwyn - zwischen beidem entsteht eine Stimme, die Schottland neu erzählt. Diese Biografie folgt James Leslie Mitchell, der als Lewis Grassic Gibbon schrieb, vom Bauernsohn zum Chronisten der Moderne: von Feld und Doric-Klang in Sunset Song über Gemeinde und Gegenrede in Cloud Howe bis zu Sirenenzeiten in Grey Granite.
Im Zentrum steht ein Schreibleben mit zwei Namen - und eine Stimme. An Mitchells Seite: Rebecca „Ray" Middleton, erste Leserin und leise Co-Autorin des Gelingens. Die Kapitel zeigen, wie aus Alltag Poetik wird: Stimme, Chor, Montage und ein dosiertes Doric, das nicht ausschließt, sondern trägt. Daneben die Werkstattjahre der Vielseitigkeit - von Spartacus bis Nine Against the Unknown - und ein letztes, knappes Jahr, in dem Haltung wichtiger bleibt als Pathos.
Mit erzählerischer Wärme und historischer Genauigkeit zeichnet dieses Buch ein Porträt ohne Zuckerguss: Empathie als Methode, Analyse als Stil. Es erzählt, warum Chris Guthrie kein Symbol ist, sondern ein Ernstfall der Selbstbestimmung - und weshalb Gibbons Prosa heute wirkt: weil sie große Wörter prüft und kleinen Wahrheiten traut.
Für alle, die Literatur nicht auf Denkmäler abstellen, sondern gebrauchen: als Werkzeug für genaues Hinsehen, freundliches Sprechen und standhafte Würde. Aye.
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