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Die 1940 beim Adolf Luser Verlag in Wien erschienene Anthologie "Slowenische Novellen" und die soziokulturellen, geschichtlichen sowie politischen Hintergründe ihres Zustandekommens sind ein spannendes Thema: Wie kam es dazu, dass ein nationalsozialistischer Verlag im Jahr 1940 slowenische Novellen übersetzen ließ? Handelte es sich dabei um einen Akt der Subversion oder Assimilation? Wollte der Verlag die slowenischen Schriftsteller im Sinne einer Blut-und-Boden-Ideologie vereinnahmen und als Heimatdichter darstellen oder handelte es sich ganz im Gegenteil um einen subversiven Akt des Übersetzers, dem Verlag die aus NS- Sicht politisch fragwürdigen slowenischen Schriftsteller unterzujubeln? Die Autorin Karin Almasy versucht diese und andere Fragen in ihrer Übersetzungsanalyse der vorliegenden Novellen und Paratexte zu beantworten und gibt außerdem einen Überblick über die Hintergründe dieser denkwürdigen Publikation: die (verlags-)politische Situation im angeschlossenen Österreich, die Situation im slowenischen Raum, der Adolf Luser Verlag mit seinem Nahverhältnis zum Nationalsozialismus, sowie die Übersetzer und die Lingua Tertii Imperii.