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Das Buch bietet eine neuphilologisch und überlieferungsgeschichtlich orientierte Analyse des gesamten handschriftlichen Textkorpus der isländischen Prosaerzählungen Ívens saga, Erex saga und Parcevals saga, die nordische Adaptionen altfranzösischer höfischer Versromane darstellen. Sie werden innerhalb der Altnordistik zur Gattung der sogenannten überSetzten/norwegischen Riddarasögur gezählt. Gattungsbegriff und Forschungsgeschichte erfahren in der vorliegenden Untersuchung eine kritische Besprechung. Hauptthesen der Untersuchung sind: Die drei Sagas, die heute in isländischen Handschriften aus dem 14. bis 19. Jahrhundert überliefert sind, zeigen einen stetigen Prozess der Textrezeption und Textaktualisierung vom Mittelalter bis in die Moderne. Jede Handschrift bietet einen einzigartigen Sagatext, der literaturwissenschaftlich untersucht werden kann. Daraus ergeben sich die Leitfragen, welchen in der Untersuchung anhand eines Vergleichs von diplomatisch edierten Textausschnitten aller Handschriften nachgegangen wird: Welchem Wandel und welcher Kontinuität unterliegt der einzelne Sagatext in der jahrhundertelangen handschriftlichen Transmission und worauf ist die jeweilige Textvarianz oder Textstabilität zurückzuführen?