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Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Psychologie - Beratung, Therapie, Note: 1,0, Hochschule Emden/Leer, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu kontrollieren, ob man den Herd auch wirklich ausgeschaltet, die Haustür und Fenster richtig verschlossen hat oder alle Wasserhähne zugedreht hat, sind kurze Gedanken, die in jedem von uns schon einmal aufgekommen und die schnell wieder vergessen sind. Manchmal sind sie äußerst hilfreich, oft auch lästig, in den meisten Fällen jedoch unbedeutend und harmlos. Bei einigen Menschen jedoch lösen genau solche Gedanken große Ängste aus. Sie müssen alles mehrere Male kontrollieren und selbst dann finden sie keine Ruhe. Sie machen eine Erfahrung, die "gesunden" Menschen unbekannt ist. Es ist das Erleben, gezwungen zu sein und nichts dagegen tun zu können. Die Rede ist hier von einer der am häufigsten in der Bevölkerung vertretenen psychischen Erkrankung, der Zwangsstörung. Bei einer solchen Erkrankung leiden Betroffene unter immer wiederkehrenden Zwangsgedanken und -handlungen, die sie als störend, lästig oder auch unsinnig empfinden, denen sie aber nicht entgegenwirken können. Auf die genaue Definition der Zwangsstörung werde ich in der folgenden Arbeit näher eingehen. In Deutschland entwickelt jeder Zweite bis Dritte im Laufe seines Lebens eine psychische Erkrankung, diese stehen an führender Stelle unipolarer Depressionen. Psychische Erkrankungen stehen mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität in Verbindung. Als ein Maß für die Quantifizierung der Beeinträchtigung der Lebensqualität gelten die "Disability Adjusted Life Years". Nach den Erkenntnissen der gesetzlichen Krankenkassen ist die Zahl diagnostizierter psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Diese sind in den vergangenen 20 Jahren um circa 129% gestiegen. So ging aus dem von der Barmer GEK im Jahre 2011 vorgestellten Krankenhausreport hervor, dass der Anteil psychischer Erkrankungen im Jahr 2014 bei 16,6% lag. Der Prozentsatz ist zweieinhalbmal so hoch wie im Jahre 1998 mit 6,6%. Im Jahre 1838 wurden durch den französischen Psychiater J. Esquirol Zwänge erstmals als eigenständige psychische Erkrankung beschrieben. Einen wesentlichen Beitrag zur Abgrenzung der Zwangsphänomene als eine eigene diagnostische Kategorie, besonders gegenüber Angststörungen und depressiven Störungen, leistete der Psychiater und Neurologe C. Westphal mit seiner im Jahre 1877 erschienen Publikation "Über Zwangsstörungen".
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