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Seit dem Frühjahr pflegt Hanna Eilers ihre demenzkranke Mutter Gesine im Elternhaus in Ostfriesland. Tee um drei, Spaziergänge zum Kanal - und dieselben Fragen in Schleife.
Dann, an einem Nachmittag im Oktober, ist die Mutter plötzlich ganz klar. Sie erzählt von einer Sturmnacht im November 1996. Von einem Mann im Wasser. Von ihren nassen Händen. Und von Tamme Gerdes, der für diesen Tod zwölf Jahre ins Gefängnis ging.
Am nächsten Morgen weiß Gesine nichts mehr davon.
Hanna aber weiß etwas, das sie dreißig Jahre lang niemandem gesagt hat. Tamme war in jener Nacht nicht allein. Er war bei ihr.
Jetzt hat sie keinen Zeugen und keinen Beweis - nur eine Quelle, die jeden Tag ein Stück mehr verschwindet. Und jede Frage holt ihre Mutter zurück in eine Angst, die dreißig Jahre alt ist.
Ein Roman über Schuld, Erinnerung und die Frage, was man einem Menschen nehmen darf, um die Wahrheit zu bekommen.
Für Leserinnen und Leser von „Die Tage, die wir vergessen".
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