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Die "Animal Studies", die sich Ende des 20. Jahrhunderts aus den Kulturwissenschaften heraus gebildet haben und deren Stossrichtung nicht zuletzt dem Begriff der "Humanities" gilt, sind mittlerweile auch in der Literaturwissenschaft angekommen. Sie bewegen sich dort an der Schnittstelle zwischen einer motivgeschichtlich-symbolischen Forschungstradition einerseits und einer im Posthumanismus verankerten Tropologie andererseits. Letzteres ist entscheidend, um den "Animal Studies" tatsächlich einen funktionalen Ort innerhalb der Literaturwissenschaft zuzuweisen. Die vorliegende Arbeit knüpft an diese Überlegungen an und setzt sich im Spezifischen mit dem Pferd als literarischer Tropus auseinander. Der dabei gelegte Fokus auf das 19. und 20. Jahrhundert geht mit dem zeithistorischen Umbruch innerhalb der Mensch-Pferd-Beziehung einher. Dass sich solcher sowohl formästhetisch wie auch in einem allgemeinen Verständnis in der zeitgenössischen Literatur entsprechend niederschlägt, bezeugen diverse Textbeispiele.
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