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Die Ricercari gehören zu den zweifelhaften Werken Palestrinas, von denen kein Originaldruck oder Autograph bekannt ist. Haberl hat sie in den 32. Band der Gesamtausgabe der Werke Palestrinas (S. 80 ff.) aus einer im Nachlass Bainis befindlichen Abschrift G. Chitis aufgenommen. Sie sind streng motettisch komponiert, d.h. sie führen einzelne Themen (3-5) abschnittsweise durch. Die Reihenfolge der Ricercari entspricht der Ordnung der acht Kirchentonarten: Dorisch, Hypodorisch, Phrygisch, Hypophrigisch, Lydisch, Hypolydisch, Mixolydisch, Hypomixolydisch.Zur Aufführung eignen sich Streich- und Blasinstrumente (auch gemischt) ebensogut wie ein Tasteninstrument. Als Tempo ist ein mittleres Zeitmaß (Andante) zu wählen.Dem Brauche des 16. Jahrhunderts entsprechend sind Diminutionen (Koloraturen) möglich, vor allem, wenn eine mehrfache Besetzung der Einzelstimme vorliegt, bei der ein Instrument an der "res facta" (geschriebene Melodie) festhält.Schwierigkeitsgrad: 5
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