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Die Arbeit untersucht, ob und in welchem Umfang der Insolvenzverwalter an eine vorinsolvenzliche Schiedsvereinbarung des Schuldners gebunden ist. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Schiedsklauseln gerade in grenzuberschreitenden Wirtschaftsvertragen weit verbreitet sind, die Insolvenzpraxis ihnen jedoch mit Skepsis begegnet. Der Autor zeigt zunachst, dass die Schiedsvereinbarung durch die Eroffnung des Insolvenzverfahrens nicht unwirksam wird und das Schiedsverfahrensrecht einem Verfahren nach der Eroffnung nicht grundsatzlich entgegensteht. Sodann begrundet er die grundsatzliche Bindung des Verwalters an die Schiedsvereinbarung und pruft die unterschiedlichen Ansatze in der Literatur. Im Zentrum steht die Begrenzung dieser Bindung. In Anlehnung an die Rechtsprechung des BGH nimmt der Autor Streitigkeiten uber insolvenzspezifische Rechte - etwa solche mit Bezug zur Insolvenzanfechtung - von der Schiedsbindung aus. Er entwickelt eine Leitlinie, mit der sich bestimmen lasst, ob eine insolvenznahe Streitigkeit noch unter die Schiedsbindung fallt, und erprobt diese an ausgewahlten Erkenntnisverfahren. Abschlieend klart die Arbeit im Kollisionsrecht, welches Recht in Fallen mit europaischem Auslandsbezug uber die Schiedsbindung des Verwalters entscheidet. Damit behandelt sie eine Schnittstelle, die seit der Entscheidung des Reichsgerichts von 1932 (RGZ 137, 109) bis zur jungsten Rechtsprechung des BGH (NZI 2018, 106) grundlegende Fragen offenlasst.
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