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Wie wurde aus einem von Kelten besiedelten, von Romern eroberten und lange von kleinen Herrschaftsraumen gepragten Gebiet jenes Land, das heute fur Neutralitat, foderale Struktur und direkte Demokratie steht? Wer die Schweiz nicht nur als Alpenidylle oder Finanzplatz kennt, sondern ihre geschichtliche Entwicklung verstehen will, findet in Geschichte der Schweiz"e; eine fundierte Darstellung, die politische Ordnung, Wandel und Bedeutung zusammenfuhrt.Schon die fruhen Jahrhunderte zeigen, wie ungewohnlich der Schweizer Weg verlief. Nach der romischen Eroberung im ersten Jahrhundert vor Christus und dem Zerfall des Romischen Reiches geriet das Gebiet unter die Herrschaft der Alemannen und Franken. Im Mittelalter entstand kein geschlossener Staat, sondern ein Flickenteppich aus Grafschaften, Herzogtumern und Stadtstaaten. Gerade aus dieser Zersplitterung entwickelte sich spater jene politische Kultur, die das Land bis heute pragt.Mit gro er Anschaulichkeit schildert das Buch den Beginn der Eidgenossenschaft. Als sich Uri, Schwyz und Unterwalden im Jahr 1291 zusammenschlossen, entstand zunachst ein loses Bundnis zur gemeinsamen Verteidigung. Doch aus diesem Bund erwuchs Schritt fur Schritt eine dauerhafte Ordnung. Immer mehr Gebiete schlossen sich an, die politische Struktur verfestigte sich und im 15. Jahrhundert behaupteten die Eidgenossen ihre Unabhangigkeit gegen Habsburg und andere Gegner.Ebenso eindrucksvoll zeigt die Darstellung, wie die Schweiz innere Konflikte geschichtlich verarbeitete. Die Reformation brachte im 16. Jahrhundert religiose Spannungen zwischen protestantischen und katholischen Kantonen. Im Westfalischen Frieden von 1648 wurde die Unabhangigkeit vom Heiligen Romischen Reich international anerkannt. Damit erhielt jene Neutralitat historischen Ruckhalt, die spater zu einem ihrer bekanntesten Merkmale wurde.Spannend beleuchtet das Buch auch die Umbruche der Neuzeit. Die Besetzung durch franzosische Revolutionstruppen, die konfliktreiche Helvetische Republik, der Wiener Kongress von 1815 und der Weg zum Bundesstaat von 1848 markieren wichtige Stationen der modernen Schweiz. Die neue Verfassung verband eine starkere Zentralgewalt mit bedeutenden Rechten der Kantone. Gerade diese Balance aus Einheit und Vielfalt macht den Schweizer Sonderweg bemerkenswert.Besonders uberzeugend ist, dass auch die schwierigen Seiten der Geschichte nicht ausgespart werden. Die Neutralitat in den Weltkriegen, die Rolle als Zufluchtsort fur Fluchtlinge, aber auch die heftige Kritik an Bankgeschaften mit dem nationalsozialistischen Deutschland und der Nazi Gold Skandal werden sachlich eingeordnet. Zugleich fuhrt die Darstellung bis in die Nachkriegszeit, zum Wachstum, zu den bilateralen Beziehungen mit der Europaischen Union, zum Beitritt zu den Vereinten Nationen im Jahr 2002 und zur heutigen Rolle der Schweiz als Modell politischer Stabilitat und Burgerbeteiligung.Bert Alexander Petzold verbindet historische Prazision mit klarer Sprache und macht Geschichte der Schweiz zu weit mehr als einer Ubersicht. Das Buch erklart Zusammenhange, ordnet Wendepunkte ein und zeigt, warum die Schweiz in Europa einen eigenstandigen Weg ging, der bis heute fasziniert. Es ist ideal geeignet zur Vorbereitung auf Prufungen zur Erlangung der Hochschulreife und fur das Studium an der Universitat.Wer die Schweiz in ihrer ganzen historischen Tiefe begreifen mochte, erhalt mit Geschichte der Schweiz ein kenntnisreiches Sachbuch, das weit uber Klischees hinausfuhrt und die Entstehung von Neutralitat, Foderalismus und direkter Demokratie sichtbar macht. Sichern Sie sich jetzt diesen Band und entdecken Sie ein Land, dessen Vergangenheit erklart, warum es bis heute als einzigartiges Modell politischer Stabilitat und aktiver Burgernahe gilt.