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Carla Hinrichs schreibt mit einer Dringlichkeit, die ihren politischen Schmerz in eine poetische Analyse verwandelt. Samira El OuassilCarla Hinrichs schlaft noch, als ein Einsatzkommando unter Berufung auf 129 StGB ihre Wohnung sturmt. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Letzten Generation. Die Jurastudentin aus Bremen, die sich dafur einsetzt, dass Gesetze auch vom Staat eingehalten werden, landet nun selbst dafur vor Gericht. Dieses Buch ist ein erschutterndes Zeugnis davon, wie verletzt unsere Demokratie ist und der dringliche Appell, die eigenen Grundrechte immer wieder aktiv zu nutzen solange wir sie noch haben. Hier geht es nicht um die Klimakrise. Hier geht es um die Demokratie und um die Autokratisierung unseres Staates. Und um den Paragraphen 129 StGB. Ein Gesetz, das die Staatsanwaltschaft im Kampf gegen Terror und Mafia bemachtigen soll und das missbraucht wird, um Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu unterdrucken. Die Anklage gegen Carla Hinrichs und die Letzte Generation wird dadurch zu einem Prazedenzfall gegen die Zivilgesellschaft. Denn ihr Protest war stets gewaltfrei, doch nun droht ihnen Gefangnis. Spannend, emotional und aufruttelnd erzahlt Carla Hinrichs hier die Geschichte einer politisch engagierten jungen Frau und einer der kontroversesten Bewegungen der letzten Dekade. Aktivist:innen zu kriminalisieren, ist ein Angriff auf unsere Grundrechte. Amnesty International