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Was ist der Orient-und wer bestimmt das? Wie reden wir heute uber den arabischen Raum, aber auch uber Iran und Indien, welche Traditionen des Sprechens und Schreibens gibt es, und was sagen Texte und Bilder uber die 'andere' Kultur uber die eigene aus? Diesen und anderen Fragen widmen sich internationale Literatur- und Kulturwissenschaftler_innen im vorliegenden Sammelband. Den Rahmen steckt der von Edward W. Said 1978 gepragte Begriff des 'Orientalismus' ab, der uber 40 Jahre nach der Erstpublikation von Saids gleichnamiger Studie von besonderer Aktualitat und Brisanz ist: In einer zunehmend von Uberfremdungsangsten gepragten westlichen Gesellschaft ist der Rechtspopulismus wieder politik- und salonfahig geworden. Neue islamophobe Tendenzen wie die pauschalen Gleichsetzungen von Islam und Gewaltbereitschaft, Terrorismus, Frauenfeindlichkeit und Ruckstandigkeit fordern Saids Orientalismus-Konzept heraus. Die Beitrage widmen sich begriffskritischen Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen 'Orientalismus' und 'Neo-Orientalismus', der historischen Formation von Wissensbestanden und Identitats- und Alteritatskonzepten sowie fachgeschichtlichen Reflexionen und Orientbildern in der Gegenwartsliteratur und im Film.
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